Beschreibung der Kirche auf dem Friedhof: (nach Anton Kummerer, aus dem Jahre 1785)
Sie ist im gotischen Stil erbaut, dem heiligen Laurentius geweiht und besteht aus drei Teilen: Presbyterium, Turm mit Sakristei und Hauptschiff der Kirche. Der Hochaltar schaut gegen Osten, ein Zeichen, dass die Kirche sehr alt ist. Die Kirche liegt außerhalb des Dorfes, fast mitten im Friedhof. Dieser ist mit einer Mauer und einem tiefen Graben umgeben. Hier haben die Moosbrunner oft in Feindesnot Schutz gesucht und sich tapfer verteidigt. Die Kirche wurde 1801 abgetragen und mit dem Material der neue Pfarrhof gebaut. Von der alten Pfarrkirche ist nur der Turm dem Abbruch entgangen. Er war eine bauliche Seltenheit, ganz in Stein und viereckig, genau nach den vier Himmelsrichtungen. Auch die Kuppel ist aus Stein, etwas unter der Kuppelspitze sind zwei Hundsköpfe eingemauert, die durch optische Täuschung drei Hunde darstellen, deshalb der Name „Drei-Hündel-Turm“. Am 24. April 1876 ist dieser Turm durch einen Sturm eingestürzt. Die Hundsköpfe waren eine Zeit lang in der Friedhofsmauer eingemauert.
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Beschreibung der Dorfkirche: Mitten im Dorf gab es zunächst nur eine Kapelle des heiligen Judas Thaddäus. Die Dorfkapelle wurde 1680 zu einer Kirche vergrößert und 1683 vollendet. 1683 wurde sie von den Türken zerstört, aber 1710 wieder aufgebaut. Wo sie jetzt steht, war früher ein Bauernhof, der sogenannte Morschenhof, der nach der zweiten Türkeninvasion verödete. Die Pfarrkirche auf dem Friedhof war für viele zu entlegen und deshalb war ab 1770 auch an Sonntagen der Gottesdienst in der Dorfkapelle. Die Kirche am Friedhof verfiel dann immer mehr und wurde 1801 abgetragen. Die Pfarrkirche wurde 1861 durch einen großen Brand ganz vernichtet, aber 1870 wieder neu aufgebaut. |